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LKW kam bei Marienfeld von schmaler Gemeindestraße ab

Ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit hat laut Polizei dazu geführt, daß ein LKW am gestrigen Vormittag von der Asphaltdecke des schmalen Verbindungswegs von Niederdreisbach zum Marienfelder Tannenweg abkam. Vom mit Gras bewachsenen Bankett rutschte der 7,5-Tonner kurz vor Erreichen des Querwegs zum Sportplatz in den Graben. Aus eigener Kraft war kein Fortkommen mehr möglich. Weil der LKW, der Material zu einer Baustelle bringen sollte und mit rund 1,5 Tonnen beladen war, tief im Graben stand und mit dem Unterboden samt Tank aufsaß, wäre ein schlichtes Herausziehen nicht zielführend gewesen. Ein solches Manöver hätte Schäden am Fahrzeug oder gar eine Umweltverunreinigung bewirkt.

Die schonenste Art der Bergung war ein Herausheben des 7,5 Tonners mit einem Autokran. Damit dieser seine Arbeit überhaupt verrichten konnte, mußte jedoch Platz für den Ausleger geschaffen werden. Ein in starker Schräglage stehender Baum, der zu einer Gruppe eines Wegekreuzes an der Einmündung der Seitenstraße plaziert war, behinderte die Bergung. Vertreter der Gemeinde als Eigentümer begutachteten die Lage und entschieden sich für die Fällung der Hainbuche.

Das nächste Problem bestand darin, daß ein einfaches Fällen des Baumes ohne Folgeschäden zu riskieren nicht möglich war. Die mehrstämmige Hainbuche hätte den LKW, in dessen Richtung er sich neigte, aber auch das aus dem Jahr 1879 stammende Wegekreuz beschädigen können. Ein Baumfällexperte aus Seelscheid entfernte zunächst zwei kleinere Stämme und ließ den Baum mit den beiden verbliebenen Hauptstämmen, nachdem er entsprechend präpariert war, entgegen seiner Neigungsrichtung ruckartig per Stahlseil niederreißen. Das Manöver gelang wie berechnet, der Baum fiel mitsamt seiner Krone exakt in die Lücke zwischen LKW und Wegekreuz. Es zeigte sich, daß der Stamm im Inneren durch eingedrungenes Wasser bereits Fäulnisstellen aufwies.

Der Rest sollte in routinierter Arbeit ablaufen. Nach Instellungbringen des Autokrans konnte der von der Polizei angeforderte Bergedienst aus Neunkirchen-Seelscheid den LKW mit der Vorderachse zurück auf die Fahrbahn heben, das Heck im Anschluß behutsam nachziehen, so daß keine Beschädigungen am Fahrzeug auftraten. So konnte der im Auftrag einer Kölner Firma tätige Fahrer seine Route mit dem LKW am Nachmittag fortsetzen.

Als Fazit bleibt, daß man nicht immer dem Navigationsgerät trauen sollte, wenn es einem den vermeintlich schnellsten Weg ausweist, insbesondere wenn es sich um einen LKW handelt - auch, wenn es sich wie im vorliegenden Fall um einen Weg ohne Durchfahrtsverbot, sogar ohne jegliche gewichtsbezogene Beschränkung handelt. Letzteres erscheint bei Betrachtung der Strecke allerdings befremdlich. (cs)

20. September 2017


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